Ferty® - Basis - Zur Steuerung des ph-Wertes

Produkt Formulierung Anwendungsgebiete
FERTY® Basisdünger 1 14+38(+5) Einsatz in erdelosen Kulturen - in geschlossenen Systemen und für alle Wasserqualitäten
FERTY® Basisdünger 2 3+15+35(+5) Einsatz in Erd- und Substratkulturen (Ebbe/Flut) - in geschlossenen Systemen und für alle Wasserqualitäten
FERTY® Basisdünger 3 11+39(+4) Für Kulturen in geschlossenen Systemen, bei pH-Problemen mit Gießwasser
FERTY® Basisdünger 4 4+8+40(+4) Für den erdelosen Gemüsebau
FERTY® Basisdünger 5 5+20+30(+5) Für Kulturen, die ein ausgeglichenes NPK-Verhältnis benötigen (z.B. Beet- und Balkonpflanzen)
FERTY® Basisdünger 6 6+14+37(+4) Erdelose Kulturen, die weniger Sulfat benötigen
FERTY® Basisdünger 7 4+16+32(+6) Für Azerka Kulturen


Hinweise zur Arbeit mit unseren Basisdüngern

Ferty® Basisdünger werden bevorzugt dort eingesetzt, wo Gießwasser mit zu hoher (Brunnen- oder Leitungswasser) oder zu niedriger (Regenwasser) bzw. mit wechselnder Karbonathärte eingesetzt wird. Diese Probleme können sich besonders stark in geschlossenen Systemen, wo es zu Anreicherungen unerwünschter Ionen kommen kann und bei erdelosen Systemen auf den pH-Wert auswirken. In erdelosen Systemen fehlt die Pufferung durch das Substrat, so dass sich bereits geringe Abweichungen vom Optimum negativ bemerkbar machen. Weil mit Basisdüngern auch das Verhältnis der Nährstoffe N : K verändert werden kann, bietet diese Produktgruppe gleich mehrere Vorteile.

Bei den Ferty® Basisdüngern handelt es sich um Spezialdünger ohne bzw. mit sehr wenig Stickstoff. Sie müssen deshalb mit einer Stickstoffkomponente ergänzt werden. Die Wahl der geeigneten Stickstoffform hängt von der Karbonathärte des eingesetzten Gießwassers ab:

- Bei Verwendung von Wasser mit geringer oder ohne Karbonathärte (z.B. Regenwasser) wird Kalksalpeter verwendet, bei dem der Stickstoff fast vollständig in der den pH-Wert anhebenden Nitratform vorliegt. Durch den Calciumanteil des Kalksalpeters wird gleichzeitig die Ca-Versorgung der Pflanzen gesichert. (Bei Wässern mit höherer Karbonathärte erfolgt die Ca-Versorgung über das Gießwasser)
- Hat das Wasser mittlere Karbonathärtegehalte, kann flüssiges Ammoniumnitrat eingesetzt werden. Dieser Rohstoff enthält Ammonium- und Nitratstickstoff zu gleichen Anteilen, wobei jedoch der Ammoniumanteil etwas stärker wirksam ist.
- In seltenen Fällen (z.B. Brunnenwasser) liegt die Karbonathärte sehr hoch, so dass Ammoniumsulfat als N-Komponente verwendet werden muss. Dieses wirkt so stark pH-absenkend, dass eine ständige Kontrolle wichtig ist, um bei Bedarf rechtzeitig einzugreifen.

Für die richtige Anwendung ist es wichtig, die Karbonathärte des Gießwassers zu kennen. Sie ist ein Teil der Gesamtwasserhärte, und zwar der Anteil an Ca - und Mg - Hydrogencarbonat (Maßeinheit: °KH oder mmol/l Säurekapazität).
Ein zu hoher Hydrogencarbonatanteil (HCO3-) bewirkt über längere Zeiträume ein Ansteigen des pH-Wertes in den Kulturen, während fehlende Karbonathärte zum Absinken des pH-Wertes führt. Dem kann durch die geeignete Stickstoffform entgegengewirkt werden. Bei Aufnahme von Ammonium-Ionen (NH4+) durch die Pflanzen werden Protonen (H+) freigesetzt, deren positive Ladung zum Abfallen des pH-Wertes führt (versauernde Wirkung). Bei der Aufnahme von Nitrat-Ionen (NO3-) wird Hydrogencarbonat gebildet (HCO3-), das alkalisch wirkt. Da jedoch ein Teil davon von der Pflanze wieder aufgenommen wird, ist die alkalische Wirkung des NO3- schwächer als die versauernde des NH4+.

Beim Arbeiten mit Ferty® Basisdüngern muss folgendes beachtet werden:

- Die Gießwasserqualität (Karbonathärte bzw. Säurekapazität, Ca-Gehalt) muss bekannt sein
- Der pH-Wert der Nährlösung bzw. des Substrates muss ständig überwacht werden; alle 6 - 8 Wochen sind Analysen der Nährlösung empfehlenswert.
- Da es sich um eine biologische Steuerung des pH-Wertes handelt, die eine bestimmte Zeit benötigt, ist die regelmäßige Beobachtung des pH-Verlaufs und eine rechtzeitige Reaktion wichtig.
- Konzentrierte Lösungen von Ferty® Basisdüngern und Kalksalpeter müssen getrennt angesetzt werden, da es sonst zu Ausfällungen kommt. Erst die verdünnten Gebrauchslösungen dürfen zusammengegeben werden.

Umrechnung der Karbonathärte in Säurekapazität (SBV):

1 mmol/l SBV = 2,804 °KH
1 °KH = 0,357 mmol/l SBV (engl. acid capacitiy)